Notizen der Kulturlotsen

Die Kulturlotsen setzen ständig unterschiedliche Projekte mit Geflüchteten um. Auch an der Homepage wird immer wieder aktualisiert gearbeitet. Dennoch findet nicht jedes Projekt sofort den Weg in das Internet, aus verschiedenen Gründen.

In Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit wurde ein Radiobericht von und über die Kulturlotsen erstellt und auf Radio Alex Berlin (UKW-Frequenz 91,0 MHz) gesendet.

Es sind auch mehrere "Matchings" zustande gekommen. Hierbei handelt es sich um eine Art Patenschaft, bei der die Kulturlotsen speziell einen geflüchteten Menschen unterstützen, Spaziergänge machen und ihn zu Beratungsstellen begleiten.

Durch die Vorbereitung und Durchführung von Exkursionen und Ausflügen von und mit den Kulturlotsen konnten viele Geflüchtete Berlin besser kennenlernen.

So wurde ein Ausflug mit mehreren Geflüchteten zum Sommerfest in der Ulme35 organisiert und zugleich als weiterer Integrationsort vorgestellt.

Ein Ausflug wurde zu einer Ausstellung in der Matthäuskirche im Wedding unternommen. Hier hatten Flüchtlingskinder Bilder über ihre Flucht und auch über ihre Ankunft in Deutschland gemalt. Abends gab es ein Konzert mit syrischer Musik.

Desweiteren wurde ein Ausflug zum Bildungsfest in der Pallasstraße organisiert. Dort gab es einen Marktplatz mit vielen Infoständen, die über Projektarbeit und Fortbildungsmöglichkeiten informierten. Ein Tanz- und Musik-Kulturprogramm sorgte für Abwechslung.

Mehrere Ausflüge zur Sporthalle von Tentaja wurden unternommen. Die Halle befindet sich im Hangar 1 auf dem Flughafen Tempelhof. Sie kann von Neu- und Altberlinern gleichermaßen genutzt werden, was ihr einen integrativen Aspekt verleiht. Es gibt Raum für Bewegung an unterschiedlichsten Sport- und Spielgeräten, wie Trampolin, Kicker, Boxring, Billardtisch und vieles mehr. Man kann das erforderliche Equipment kostenfrei ausleihen und alles unentgeltlich nutzen.

Solche und ähnliche Ausflüge sind eine willkommene Abwechslung für Geflüchtete. Sie bringen sie auf andere Gedanken, lenken von Problemen ab und vermitteln Ortskenntnisse bzw. Weiterbildungs- und Informationsmöglichkeiten.

Dafür ist es erforderlich, die Geflüchteten persönlich anzusprechen, die Angebote an der hauseigenen Tafel zu bewerben und eine Wegbegleitung sicherzustellen. Aushänge allein sind nicht ausreichend. Im Gegensatz zum letzten Zyklus sind die diesjährigen Ausflüge zielgerichteter und stärker an den Bedürfnissen der Geflüchteten ausgerichtet und dadurch auch besser besucht - nicht zuletzt durch die persönlich geknüpften Kontakte und das aufgebaute Vertrauen.

In den Reflektionsrunden der Teamsitzungen im Büro der Hedemannstraße werden die Herausforderungen aus den täglichen Einsätzen diskutiert.